Bis in die Westsahara 2017

Von Deutschland über Belgien und Luxemburg nach Frankreich

Kaum ist ein halbes Jahr um, sind wir schon wieder gen Süden unterwegs und entfliehen der Kälte in Deutschland: diesmal wollen wir in den tiefen Süden Marokkos und vielleicht nach Mauretanien. Mal sehen…

Nachdem dem Sternwanderer schon mal so richtig kalt geworden ist, freut er sich jetzt bestimmt auf etwas mehr Wärme.

 

Der Sternwanderer auf seiner verschneiten Heimat-Basis

Aber ein paar Tage muß er sich noch gedulden – und wir auch. Schließlich ist es momentan überall in Deutschland reichlich kalt und unser schöner Ofen im Sternwanderer bewährt sich jeden Tag auf´s Neue. Wir starten unsere Reise diesmal mit einem Abstecher bei Freunden in Bielefeld und danach geht es weiter Richtung Aachen. Dort in der Nähe besuchen wir Ralph und Birgit, mit denen wir auf unserer letzten Reise nach Marokko dort einige Zeit unterwegs waren. Allerdings ist es weder in Bielefeld noch in Aachen auch nur ein bisschen wärmer als bei uns im Norden…Auch, wenn dieser Schmetterling, der in Belgien um den Sternwanderer herumflattert vom Winter noch nichts mitgekriegt zu haben scheint. Eigentlich müsste er bei den eisigen Temperaturen schon längst eingefroren sein…

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Nach unserem Besuch bei Ralph und Birgit übernachten wir auf dem Hohen Venn, einem sehr schönen Hochmoorgebiet im belgischen Teil der Eifel. Der Name HOCHmoor lässt  es schon ahnen: hier ist es natürlich noch kälter. Ein kleiner Spaziergang auf die weite Hochebene musste aber trotz eisigen Windes dann doch noch sein.

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Die karge Ebene des Hohen Venn

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Lotta auf dem Holzweg?

 

 

 

 

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Blick über das Hochmoor

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Hier oben befindet sich auch ein uralter belgisch-preußischer Grenzstein. Er ist schon so verwittert, das man ihn mit Eisenbändern zusammenhalten muß. Nun steht er immer noch tapfer hier und friert vor sich hin.

 

 

 

Bevor wir erfrieren, fahren wir lieber weiter und erreichen – nicht, ohne noch ein paar original belgische Pommes Frites vertilgt zu haben – Luxemburg. Bald schon geht die Sonne sehr malerisch unter

CIMG5881und die Lichter von Luxemburg-Stadt leuchten schon schon weitem. Da wir aber in Stadtnähe nicht unbedingt übernachten wollen, finden wir uns schon bald auf der französischen Seite der Grenze wieder. Kurz vor dem Städtchen Metz finden wir einen ganz akzeptablen Schlafplatz auf einem riesigen Freizeitgelände.

CIMG5882Nach einer ruhigen aber mal wieder sehr kalten Nacht möchten wir bald in etwas wärmere Gefilde kommen und beeilen uns diesmal mit der Durchfahrt durch Frankreich in Richtung Süden. Auf meist gut ausgebauten Landstraßen geht es also zügig weiter in die für uns richtige Richtung.

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Dies hier ist zwar ein auch ein Sonnenuntergang aber in erster Linie sieht man an den Nebelschwaden, die ihn schon fast verdecken, wie schnell hier Nebel aufziehen kann. Nachdem den ganzen Tag schönstes Wetter war, ist es damit innerhalb von unglaublichen 300 Metern vorbei. Vor uns ist plötzlich alles erbsensuppen-grau. Sehr doof.

CIMG5896Das war´s  wohl erstmal mit der Sonne

Wir suchen uns in dem fiesen Nebel bei Digion einen Platz in der Nähe eines McDonald´s. Dank unseres selbst zusammengestellten WLAN-Finders können wir wenigstens ein wenig im Netz surfen

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Als wir weiterfahren, bessert sich das Wetter langsam aber wir wollen doch ein wenig schneller aus dieser Wettersuppe und vor allem aus den frostigen Temperaturen herauskommen und nehmen doch ein Stück Autobahn unter die Räder, obwohl wir natürlich nicht so gerne die Maut berappen. Aber uns ist es hier im Norden Frankreichs einfach zu kalt und wir wollen ans Mittelmeer.

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Die Loire

Die Franzosen haben offensichtlich Sinn für Kunst an der Autobahn: die riesigen 3-D-Objekte, die wir rechts und links der Straße entdecken, sind bei näherer Betrachtung kunstvoll bemalte, flache Flächen. Da staunt der Laie…

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Des

 

 

 

 

 

Rätsels Lösung: eine große Fläche und einige Liter bunte Farbe. Nicht schlecht.

 

 

 

 

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So ziehen die Lichter von Lyon an uns vorbei und wir sind nach einer weiteren Nacht auf einem sehr netten, weitläufigen, und vor allem baumbestandenen (Lotta freut´s) Rastplatz auf dem direkten Weg ans Mittelmeer20161204_160323

 

 

 

 

 

Ha! Da isses, das Meer!!

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Wir suchen uns in der malerischen Camargue südöstlich von Montpellier einen Stellplatz zwischen all dem Wasser und den Schwärmen von rosa Flamingos.

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Für die lange Fahrt werden wir mit milden Temperaturen und schönen Aussichten belohnt. Mit einem Abendspaziergang an einem der unzähligen Camargue-Kanäle beschließen wir den Tag und lassen die winterlichen Temperaturen Nordeuropas hinter uns.

2016
Späte Dämmerung in der             Camargue

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