Rund um die Ostsee 2015

Die nördlichste Stadt der Welt – Hammerfest

Heute verlassen wir den nördlichsten Punkt unserer Reise. Bei ungemütlichem Nebelwetter fahren wir die Küstenstraße an der Barentsee entlang.

Manchmal sind wir doch froh, dass wir in unserem kuscheligen Sternwanderer sitzen können. Obwohl wir ja auch Motorradfaherer sind: bei dem Wetter und den entsprechenden Temperaturen ist das Zweirad (oder auch Dreirad) wirklich die schlechtere Wahl.

 

Ein letzter Blick auf das Eismeer

 

 

Der Norkap-Tunnel erwartet uns schon…

…und die Norkap-Rentiere verabschieden sich von uns.

 

 

 

Diese „Schichtfelsen“ sind jedenfalls der Hit

 

Sah bei blauem Himmel irgendwie netter aus aber so hat man auch einmal einen anderen Eindruck von der Küste:

 

Fast hätte Rudi es verpasst, „Tschüß“ zu sagen – dafür zeigt er sich aber auch von seiner schönsten Seite

Bei Olderfjord biegen wir wieder rechts nach Westen ab und fahren in die Richtung, aus der wir vor zwei Tagen kamen. Schließlich wollen wir ja noch nach Hammerfest – immerhin nördlichste Stadt der Welt (70. Breitengrad, über 10.000 Einwohner, seit 1798 Stadtrecht). Jedenfalls laut Stadtmarketing.

Also geht es nun wieder auf der E6 ins Lanndesinnere, bis wir bei dem Ort Skaidi

auf die 94 wechseln, die uns nun wieder an der Barentsee entlang führt, bis wir diese

über die Kvalsundbrücke überqueren.

Nun ist es nicht mehr weit, bis wir die ersten Ausläufer und Vororte von Hammerfest erreichen.

 

 

 

Das Wahrzeichen der Stadt empfängt uns lebensgroß am Ortseingang:

Falls der Eisbär als Wappentier der Stadt jemanden wundert: es ist in der Tat noch ein bißchen zu weit zur Eisgrenze  – auch für einen Superschwimmer wie den Eisbären.  Also gibt es in der Stadt natürlich keine Bären aber von hier aus starteten früher die Eisbärenjagden. Glücklicherweise hat man diesen Blödsinn ja nun schon seid langem eingestellt aber der Eisbär im Wappen ist halt geblieben.

 

Erster Blick auf die Stadt

und ihre Anfang des 60er Jahre entstandene Kirche

Unser Stellplatz direkt gegenüber der Hafenmole bietet jedenfalls eine schöne Aussicht auf Hafen und die vorgelagerten Inseln

 

 

Wir trauen unseren Augen nicht: nachts um halb 12, bei 9 Grad Lufttemperatur und so gut wie Null Wind schiebt sich ein Surfer an unserem Fenster vorbei… Hier oben haben die Leute offensichtlich merkwürdige Hobbies.

Und am nächsten Morgen ist auch wieder ein Schiff der allgegenwärtigen Hurtigruten da, schleicht sich in vielleicht 100 Metern Abstand an uns vorbei

 

und verschwindet auf seiner Route nach Süden irgendwann hinter den Inseln

Gleich nach dem Frühstück wird der gestern noch erstandene Trockenfisch einer Geschmacksprobe unterzogen. Schließlich ist getrockneter Dorsch einer der Exportschlager Norwegens. Man mag es kaum glauben. Aber über Geschmack lässt sich ja bekanntlich nicht streiten.

Ähhm, riecht etwas streng…

Hmmm – riecht der nicht lecker?!

Obwohl Lotta davon gern noch den ein oder anderen Container geordert hätte…

Frisch gestärkt geht es auf Stadterkundungstour

Isser nicht schön der Sternwanderer?

Den Kandidaten links daneben denken wir uns mal weg.

Hinschwimmen wäre zwar deutlich kürzer aber hilft ja nix.

Wir sehen uns die Kirche von gestern noch einmal aus der Nähe an: ihre Form soll an die Trocknungsgestelle für die Dorsche erinnern. Der Fisch war hier schließlich die wichtigste Einkommensquelle der Menschen – bevor Öl und Gas ihn ablöste

 

 

Hund und Mann in Warteposition

Da es in der näheren Umgebung nichts weiter zu bestaunen gibt, schauen wir uns auch gleich die Kirche gegenüber an – das einzige Gebäude, das hier den Zweiten Weltkrieg überstanden hat.

 

 

Da Hammerfest trotz der nur 10.000 Einwohner sehr weitläufig ist, schauen wir uns einiges vom Sternwanderer aus an

Neue Häuser am Hafen

 

Alte Autos am Straßenrand

 

Schicke Häuser am Hang

 

Neubausiedlungen in den Hügeln (sind wie überall schrecklich)

 

Straße zwischen Bucht und Flughafen. (HFT liegt ziemlich zentral: mitten in der Stadt!)

 

Teure Neubauten für die Angestellten auf den Erdöl- und Gasplattformen

 

Ölterminal mit Gasabfackelung im Hintergrund

 

Lufttaxi zu den Föderplattformen in der Nordsee

 

Was diese Taxis wohl für Fahrpreise haben?

 

Die Sommersonne steht hier nie wirklich hoch am Himmel

 

In einem Reiseführer haben wir genau zwei Attraktionen in Hammerfest gefunden:

1. Die Merdiansäule

Sie erinnert an ein gemeinsames Projekt von Schweden, Russland und Norwegen: Ab 1816 wurde unter Leitung des deutschen Geophysikers F.G. Wilhelm von Struve die Vermessung des Erdumfanges anhand von Landpunkten durchgeführt. Dieser „Struve-Bogen“ aus 265 Vermessungspunkten beginnt in Hammerfest und endet nach 2.820 Kilometern im Donau-Delta am Schwarzen Meer

2. Die Rentiere, denen man nachts in den Straßen begegnen kann. (ernsthaft unter „Attraktionen/Nachtleben“ aufgeführt!)

Wir haben diese Attraktion des Nachtlebens von Hammerfest leider nicht gesehen und können daher auch kein Foto von Rudi zeigen, wie er sich in einer Hafenkneipe einen auf die Lampe gießt…

Ersatzweise hier nochmal ein Sonnenfoto von Tagleben am Hafen…

Wir verlassen nun die Stadt, um uns auf den langen Weg Richtung Osten zu machen: Die Innere Finnmark und Kirkenes wartet!

* * *

FORTSETZUNG FOLGT!

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