Rund um die Ostsee 2015

Nordkap: N 71°21“10′

Das Nordkap – der 71. Breitengrad!
Nachdem wir gestern abend hier angekommen sind, hatten wir das große Glück, dass wir das Besucherzentrum und DAS Symbol des Nordkapps – die eiserne Weltkugel – so ziemlich für uns alleine hatten. So konnten wir alles in Ruhe auf uns wirken lassen.
Im sehr schön gestalteten Besucherzentrum kann man natürlich auch den üblichen Andenkennippes bekommen aber den muss man ja nicht kaufen. Es es gibt allerdings auch zwei sehr schön gemachte Filme über die Mitternachtssonne und das Nordkapp und seine Bewohner im Lauf der Jahreszeiten. Sehr stimmungsvolle, schöne Bilder von sehr schöner Musik begleitet. 
Wir konnten diese Dinge ganz für uns erleben und es war sonst kaum jemand da. Keine lärmenden Massen, die aufgrund der Vielzahl der Menschen einfach irgendwann nerven.

 

 

Einige tierische Bewohner des Kaps –
leider nur ausgestopft

Menschenleerer Platz um die Weltkugel – ein sicher seltener Anblick

 

 

 

So haben wir uns in Ruhe umsehen und an der Weltkugel die 300 Meter steil ins Meer abfallenden Klippen hinabsehen können und als wir uns erst einmal satt gesehen hatten, mussten wir natürlich auf das Erreichen des Nordkapps anstoßen und den Tag ausklingen lassen. Na gut; TAG ausklingen lassen ging nicht: es war ja immer noch hell. Auch, wenn die Uhr was anderes sagte. Also war es so gegen halb drei noch mal Zeit, die Gegend zu erkunden. Kein Mensch sonst mehr unterwegs. Wunderschön!

 

 

 

 

Nachts zeigen sich auch schon einmal die Rentiere, die im Sommer das Kap bewohnen

 

 

Ziemlich windig hier, gell Lotta?

 

Kleiner Hund vor großer Kulisse

 

Nebelschwaden fegen über den Parkplatz

 

Och nöö! Bei dem Wind muß ich ´raus?!

Also, mal ernsthaft: findest Du nicht,

… das dieses Steinmännchen vielleicht ein bisschen kleingeraten ist??

 

 Aber wenigstens hat´s bei gutem Wetter ´ne schöne Aussicht.
Am nächsten Tag hatten wir das Glück, das den meisten Besuchern wohl nicht widerfährt: der Nebel lichtete sich und wir konnten das „Ende der Welt“ bei schönsten Wetter erleben.
Wir wanderten auf dem riesigen Felsplateau umher und hatten oft das Gefühl, hier völlig allein zu sein. Einfach schön!
Man sollte aber schon aufpassen, wohin man tritt: hier, abseits der eigentlich von den Touristen genutzten Bereiche hält einen kein schützender Zaun mehr vom Absturz fern. Dafür sind die Aussichten von den Klippen umso atemberaubender:
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Immer wieder zogen für kurze Zeit Wolken und Nebelfelder auf und tauchten den Ort in magisches Licht

 

Die Landzunge, die hier im Hintergrund so blass von der Sonne beleuchtet wird, ist übrigens der eigentlich nördlichste Punkt Festland-Europas.
Aber gut – ist natürlich längst nicht nicht so spektakulär.
Also hüllen wir das „Geheimnis“ wieder in die Nebelwolken des Schweigens

 

Also, wenn das…

 

…kein schneller Wetterwechsel ist

 

 

Gibt jedenfalls stimmungsvolle Bilder

Und dann war plötzlich die Sonne wieder da. Irre.

Anlass genug für ein Nordkap-Foto von uns (hier hat Lotta mal fotografiert 😉 😉

Oder auch ohne uns

 

 

 

 

 

 

 

Irgendwie zieht´s hier – ich bin dann mal weg!

Oben: Menschenansammlung zur Mitternachtssonne um 00.00 Uhr – allerdings sind sie aufgrund der Sommerzeit irgendwie eine Stunde zu früh dran…

Dafür entstehen um diese Zeit spannende Nebelformationen oberhalb des Felsplateaus:

 

 

 

Du meine Güte – was für Menschenmassen!
Bloß Abstand halten.

DAS hier ist die echte Mittenachtssonne – denn um 1.00 Uhr erreicht sie ihren tiefsten Stand… :

…um gleich darauf wieder nach oben zu steigen aber irgendwie kriegen das nicht so viele Leute mehr mit. Seltsam – wenn man doch extra dafür anreist.

1.03 Uhr

 

 So, genug gesehen – können wir jetzt gehen?!?

Am nächsten Tag haben wir uns von diesem wunderbaren, wilden Ort verabschiedet. Nun zeigte das Nordkapp auch sein wohl so übliches Gesicht: grau und nebelverhangen war vom Meer und den Felsen so gut wie nichts zu sehen.

 

Der Wanderer im Nebel mit seinem treuen Freund

 

So fiel der Abschied leichter und wir machten uns auch dem Weg zurück um Hammerfest noch einen Besuch abzustatten.

 

Luftaufnahme aus dem Besucherzentrum
* * *
FORTSETZUNG FOLGT

 

0 Comments

  1. Hallo Ihr Drei, schön wieder von Euch zu lesen und so viele schöne beeindruckende Bilder zu sehen. Also ich kann Lotta voll und ganz verstehen, wenn es so windig ist gehe ich auch nicht gern raus. Der Wetter wandel ist ja erstaunlich, wie schläft man überhaupt wenn es immer nur hell ist?
    Ich hatte es ja schon mal geschrieben, ein Buch würde sich gut verkaufen lassen über diese tolle Reise, die schönen Bilder und die Kommentare dazu. So nun Euch alles liebe und weiterhin GUTE FAHRT, wünscht Euch Birgit

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