Marokko 2016

Dünenmeer Erg Chegaga

Über unserem Schlafplatz geht still und schön die Sonne auf – und wird nur von unserem Frühaufsteher 🙂 fotografiert.


Da, wo vorhin noch der Sonnenaufgang seine Farben an den Himmel gemalt hat, strahlt dieser jetzt wieder in wolkenlosem Blau

Auch heute erwartet uns ein sonniger Tag auf unserer Fahrt ins Dünenmeer Erg Chegaga. Nach kurzer Besprechung legen wir fest, daß der Steppenwolf wieder vorweg fährt.

 

Und Abfahrt!

 

 

Der Weg ist schön ausgebaut und die Oberfläche ist wie gefegt, sehr erholsam auch einmal solche Strecken zu fahren.

 

Zu früh gefreut, nun wird es steinig bis unbefahrbar. Wir umfahren Steinfelder, räumen Steine bis zur Größe von Fußbällen aus dem Weg und holpern seehr langsam über die steinige Piste

 

 

 

 

Auf Abwegen….

 

Hier hat sich doch glatt jemand ein fast luxuriös anmutendes Haus auf einen Hügel mitten in die Einsamkeit gestellt –  erstaunlich.

 

Hier heisst es vor der Weiter fahrt auch erst einmal: Steineschleppen!

 

 

Die Steinfelder sind hinter uns, jetzt kann es nicht mehr weit bis zur großen Sandkiste sein.

 

Wir kommn an einen Ort vorbei, der aus nur vier Lehmhütten besteht. Einige Bewohner winken uns zu

 

 

Kurz hinter dem kleinen Ort verschwinden die Bäume aus der Landschaft und auch die Geröllfelder ändern sich: die großen, abgerundeten Steine werden jetzt durch scharkantige, kleine dunkle Steinfelder ersetzt – sieht etwas trostlos aus. Aber in der Ferne kann man schon die gelben Dünen erkennen, die uns zur Erg Chegaga begleiten werden

Im Hintergrund sieht man schon ganz gut die Sanddünen, der Abzeig in Richtung Süden ist nicht mehr weit

Na bitte, nur noch knapp 20 Kilometer!

 

Die Piste wir bald sandiger

Ziemlich unvermittelt besteht die Landschaft jetzt aus Sand, durchzogen mit niedrigen, grünen Büschen.

Ein junges Paar fragt nach Wasser, dem Wunsch kommen wir gerne nach.
Die Frau nutzt die Gelegenheit, uns ihre selbst gebastelten Domedare zum Kauf anzubieten. Diesem Wunsch kommen wir dann doch nicht nach und wir fahren weiter.

Das sieht doch schon netter aus, als die dunklen Geröllfelder

 

 

Es wird zunehmend grüner und sandiger! Und wir sind nicht die ersten, die hier nach Wegen suchen.

 

 

 

 

Der Sternwanderer „schwimmt“ im Sand, noch haben wir keine Luft abgelassen, sondern versuchen zunächst mit erhöhter Geschwindigkeit durch den zunehmend tiefer werdenden Sand zu kommen. Der Sternwanderer hat mit großen Hubraum viel Schubkraft in unteren Drehzahlen. Die 13 Tonnen machen es dennoch nicht einfacher. Der Steppenwolf ist deutlich leichter und hat einen Turbomotor, braucht also höhere Drehzahlen und fährt sich einfacher, wenn er entsprechend schneller unterwegs ist.

 

So geht es also zügig durch den weichen Sand

Aufgrund der unterschiedlichen Fahrweise verlieren wir uns ein wenig.
Auf einem etwas weniger tiefsandiggen Abschnitt warten wir auf den Steppenwolf….

…und bekommen gleich Besuch von einer Herde langsam vorbeiziehender Kamele.

 

 

Ein Dünenkäfer hinterlässt auch ein paar Spuren im Sand

 

Ohhh, mir ist warm, ich geh‘ in den Schatten!

 

 

 

Nachdem wir uns einige Kilometer lang aus den Augen verloren haben, um dann wieder viel zu dicht aufeinander zu fahren, beschließen wir daß die Zeit reif ist jeweils wieder alleine durch die Gegend zu fahren. Der Steppenwolf fährt sich beim Umdrehen noch Mal fest, so daß wir Gelegenheit bekommen, uns für das gestrige Ausgraben revanchieren zu können.

Und dann geht die Verabschiedung doch recht schnell, aber um noch einmal grillen zu können fehlt halt ein entsprechender Parkplatz… – Das waren schöne 4 Wochen in denen wir viel gelacht haben und einiges gesehen und zusammen erlebt haben. Wer weiß wann wir uns wieder sehen, die Welt ist schließlich ein Dorf!

Tschüß Steppenwolf -Gute Fahrt!

Noch schnell ein Foto von den wunderschön blühenden Wüstenpflanzen, die unseren Weg säumen

 

 

Was macht ihr denn so lange? Ihr wißt wo ihr mich findet!

 

Wir entschließen uns, nun doch Luft aus den Reifen zu lassen! Mit vorne 3 Bar und hinten 4 Bar wollen wir nun durch den Tiefsand fahren.

 

 

So klappt das Fahren schon sehr gut. Wenn hier nicht ständig Kamele im Weg stehen würden…

 

Die bis zu 100 Meter hohen Dünen des Erg Chegeaga in der Ferne kündigen das Dünenmeer an!

 

Nach weiteren 2 Stunden spaßiger Fahrt beschließen wir ein Nachtlager zu suchen. Die Sonne neigt sich schon bedenklich und hier wird es schlagartig finster!

 

Wir kommen dem Erg langsam aber sicher näher!

 

 

 

Hinter den Dünen sollen sich laut „maps.de“ Gebäude befinden, vielleicht finden wir dort vor dem ständig fliegendem Sand Schutz finden!

 

Wir fahren durch ein paar Dünentäler und schauen, was wir so finden

Auch hier gehen Kamele spazieren

Wir finden einen Stellplatz zwischen den Dünen

OK, die Gebäude sind nur eine Ansammlung von Berberzelten. Die Behausungen dienen geführten Wüstenwanderern als Unterkunft für ein oder zwei Nächte. Wir nutzen den „Parkplatz“ für eine Übernachtung, denn zurzeit ist keine Touristenkarawane in Sicht.

Nur einsame Wüstenwanderer gibt es hier

 

Hier sieht die Wüste nun aus wie man sie sich in Gedanken malen würde!

 

 

Die Kamele kommen auch noch zu Besuch

 

Sternwanderers Spuren im Sand

 

Unser Stellplatz im Panoramablick

Kurz vor Sonnenuntergang muss das schöne Licht natürlich noch für eine Fotosession in dieser magisch schönen Landschaft genutzt werden. Hier ein paar Eindrücke von den jetzt rot schimmernden Dünen:

 

 

Sandskulpturen – vom Wind geformt

 

 

Gratwanderung

 

Und wer für Sonnenuntergänge zuständig ist, ist ja auch bekannt, oder?

 

 

 

 

Ein einsamer Nomade in der sandigen Weite

 

Sternwanderers Schlafplatz

 

 

 

Wüstenhimmel  und Dünen in zwei Versionen

Wir geniessen diese unglaublich schöne Landschaft mit ihren Farben und können uns nicht sattsehen, bis es dunkel wird.

 

* * *

FORTSETZUNG  FOLGT

2 Comments

  1. da muss ich tina recht geben tolle fotos und eine schöne beschreibung. es sieht alles so unendlich weit aus und sehr schöne eindrücke. lg

  2. Hallo Sternwanderer! Ich freue mich immer wenn ich ein Lebenszeichen von Euch bekomme und bin beruhigt dass Eure abenteuerliche Reise weiterhin einen guten Verlauf nimmt – es waren wohl zwei Wochen seit dem letzten Bericht. Schade, dass Ihr Euch durch die grosse Weite ohne die Steppenwoelfe weiter auf die Reise begebt, aber es wird fuer alle wohl notwendig gewesen sein seine eigenen Entdeckungen zu machen.
    Schoener Bericht und Bilder, alles Gute fuer Euch Drei, in Liebe, Tina

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