Marokko 2016

Marokko 27.01.- 31.01.2016

Unsere Faulenzer-Tage in dem netten Naturschutzgebiet südlich von Essauouira haben nun ein Ende.
Die beiden netten Norweger Stig und Yasmine, mit denen wir einen ganzen Nachmittag und einen Lagerfeuer-Abend schön „verquatscht“ hatten, wollen noch länger hier bleiben. Können wir gut verstehen aber irgendwie wollen wir ja noch weiter in den Süden.
Wir biegen also auf die schöne Landstraße ein und fahren durch die Arganbaum-Landschaft, bis wir wieder auf die Hauptverbindung N1 kommen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hier wachsen „Schiefbäume“

 

 

 

 

Von hier hat man langsam schon einen guten Blick auf die Höhenzüge des Anti-Atlas

 

 

Ab hier geht es auf der N1 weiter nach Süden Richtung Agadir.

 

Rosa Flitzer?! Hm-sieht man hier äußerst selten.Glücklicherweise.

 

 

Typische Dorfansichten in Marokko

 

 

 

Gepflegte Arganöl-Plantagen stehen auf roter Erde

 

 

 

 

 

 

Flussüberquerung

 

 

Knorrige, uralte Arganbäume…
…und Eukalyptus-Riesen

 

 

Besonders auf dem Land sieht man fast nur traditionelle Kleidung

 

 

 

Da paßt doch noch was drauf!!

 

Langsam kommen wir der Küste wieder näher

 

 

Kein springender Panther, der sich vom Felssen stürzt, sondern ein windschief gewachsener Busch

Da isser wieder: der wilde Atlantik

Das Meer liegt tief unter unserer Bergstraße. Bis dahin sind noch einige Höhenmeter zu überwinden…

 

…deshalb machen wir vorher lieber noch mal eine kleine Pause

 

Eigentlich ´ne tolle Motorradstrecke

 

Wir sind jetzt ungefähr 40 km nördlich von Agadir und die ersten hohen Sanddünen sind am Atlantik zu sehen:

 

 

Ein Dorf wie ein Schwalbennest am Hang

 

In diesem Tal werden Bananen gezüchtet.

Also kaufen wir im nächsten Ort bei einer der vielen Bananen-Händler an der Straße

10 Bananen für unsere Vitamin-Versorgung. Kostenpunkt: 3 Cent. Das geht.

 

Die Sanddünen werden höher

 

 

 

 

Das Meer ist an diesem Tag reichlich rauh

 

 

 

 

 

Hier beginnen langsam die „Hausstrände“ von Agadir. Allerdings ist jetzt im Winter hier nicht allzuviel los

 

15 Km vor Agadir kommen wir nach Aourir – einem reichlich belebten Küstenbadeort mit vielen Restaurants, Cafés und Unterkünften in jeder Preislage. Der lange Sandstrad hier ist ein Paradies für Surfer und so tummeln sich Touristen, Einheimische und übriggebliebene Hippies auf den Straßen.

 

 

Es ist uns ein wenig zu wuselig, daher fahren wir durch und suchen kurz hinter dem Ortsaugang nach einem Übernachtungsplatz. Im letzten Frühjahr haben andere Reisende hier einen schönen ruhigen Platz nicht weit vom Meer gefunden und wärmstens empfohlen. Wir suchen also die Stelle nach den uns bekannten Koordinaten auf und finden ein hüsches grünes Plätzchen – leider ist dieses offensichtlich in den letzten 12 Monaten auch von der Tourismusbranche entdeckt worden und man hat schon mal eine schöne, neue Straße in die idyllische Landschaft gebaut. Nun ist ein neuer Asphaltstreifen nicht unbedingt das, was wir uns unter einem netten Übernachtungsplatz vorstellen und so fahren wir gezwungenermaßen weiter.
Wir sind der Großstadt ja nun schon bedenklich nahe und die Chancen auf einen Stellplatz irgendwo im Grünen sinken mit jedem Kilometer.

Hier sieht es nicht nach einem netten Stellplatz für die Nacht aus

Direkt am Stadtrand von Agadir finden wir ein Hinweisschild zu einem Campingplatz und weil es schon später Nachmittag ist, versuchen wir hier unser Glück. Die Mauer zum Platz ist zwar nett mit blühenden Bougainvillea bewachsen aber hinter der Mauer können wir von unserem hohen Sitzplatz aus die unfaßbar vielen Caravans und Wohnmobile sehen, die dicht an dicht geparkt mit aufgerichteten Satelittenschüsseln auf den gemütlichen Fernsehabend warten. Na super. Wir hatten schon von den vielen Franzosen gehört, die rund um Agadir den Winter verbringen und sich auf den Campingplätzen drängen.

Wir haben so gar keine Lust, uns dazwischenzustellen. Außerdem hätten wir mit dem Sternwanderer vermutlich den engen Eingang zum Platz zerstört. Also weiter in Richtung Stadt…

Anachronismus: in traditionellem Blau gekleideter Berber vor moderner Stadtkulisse

 

Blick auf Agadir

Auch unsere Suche am Stadtrand von Agadir bleibt ohne Erfolg. Und langsam geht die Sonne unter. Das heisst, wir haben noch maximal eine halbe Stunde Zeit, einen Platz zu finden. Im Dunkeln ist die Schlafplatzsuche erfahrungsgemäß ziemlich aussichtslos.

 

 

Na ja, sieht halt aus, wie jedes andere Großstadt-Neubauviertel auch

Wir entdecken dann auf unserer elektronischen Karte einen Hinweis auf einen Campingplatz rund 19 km nördlich von Agadir in den Ausläufern des Anti-Atlas mit dem verheißungsvollen Namen „4×4 Paradis Nomade“. Das hört sich doch gut an. Wir machen uns also schleunigst auf den Weg und folgen der kleinen Straße, die sich in die Berge schlängelt.

 

Auch das noch. Nu` los – wir haben´s ein bißchen eilig!

Geschafft. Mit der schon etwas fortgeschrittenen Dämmerung erreichen wir das Camp und sind froh, dass wir auf dem recht kleinen aber sehr netten Platz noch einen Stellplatz für unser kleines Autochen finden. Das Camp ist ursprünglich eher für 4×4-Fahrzeuge wie Land Rover und ähnliche gedacht gwesen und daher sind die Einfahrt und die Stellplätze entsprechend klein dimensioniert aber wir passen trotzdem noch rein…

Es ist eigentlich schon dunkel, als wir unsere endgültige Parkposition erreichen. Neben einem französischen Landy befinden sich noch zwei belgische Unimog und ein deutscher Rundhauber auf dem Platz. Damit ist das Camp allerdings auch so ziemlich voll besetzt. Wirklich nett hier!

Das wunderschön mit einheimischen Materialen wie Lehm und Kalkputz gestaltet, dazugehörige Restaurant mit angeschlossener Bar und Kaminzimmer lädt zum Essen ein, was wir auch gleich nutzen.

Im offenen Kamin brennt duftendes Arganholz – das lässt man sich doch gern gefallen

Sitzecke im Kaminzimmer

 

Die Bar in maurischem Stil

 

Entspanntes Sonnen-Frühstück vor dem Rundhauber von Sandra und Karsten

 

Der Platz ist von schönen alten Arganbäumen beschattet, deren helle Früchte zwischen den dunkelgrünen Blättern leuchten

Wenn man die fiesen Stacheln sieht, die der Baum an jedem Ast und jedem Zweig trägt, kann man verstehen, dass die Früchte nicht gepflückt, sondern nur eingesammelt werden, wenn sie schon vom Baum gefallen sind

Das Camp trägt den Namen „nomade“ zurecht: zusätzlich zu den Stellplätzen für Camper sind überall liebevoll ausgestattete, große Nomadenzelte aufgebaut, die man mieten kann

 

 

Die ganze Anlage ist wirklich schön gemacht und sehr gepflegt. Es gibt sogar einen Swimming-Pool. Da dieser allerdings nicht beheizt ist, bringt es das Wasser auf geschätzte 14 Grad. Och nöö – so wichtig ist das mit dem Schwimmen dann auch wieder nicht.

 

Lesestunde im Schatten des Arganbaumes

Das Reisemobil von Sandra und Karsten, mit denen wir und nett über deren Reiseerfahrungen in Marokko unterhalten haben.
Außerdem hatten sie den neuesten Asterix-Band dabei und haben diesen an uns ausgeliehen – das ist natürlich mehr als nett und wird hoch angerechnet!!

Wenn das kein Kamel ist, das da aus Holz gewachsen liegt, weiß ich´s auch nicht

Blick von unserem Stellplatz in die Berge

 

Steil, was?

Nachmittags-Spaziergang auf den steilen Hügel hinauf, um im nahen Dorf ein wenig einzukaufen

 

 

Hoppala – wenn Dornröschens Schloß mit DIESEN Dornen bewachsen gewesen wäre, würde sie wohl heute immer noch schlafen

Dorfansicht mit Hund und Mann

 

Marokkos bestes Transportmittel

 

 

 

 

 

Das Camp liegt nicht nur in einem hüschen Tal sondern auch direkt an einem Fluß, der allerdings – wie fast alle Flüsse/Queds zur Zeit ausgetrocknet ist

Beim Abendspaziergang hat man einen schönen Blick auf das Dorf mit seinem Minarett und natürlich dem schönen Sonnenuntergang

Marokkanisch quadratisches Minarett

 

Sonnenuntergang in den Arganhügeln

 

Blick auf das Dorf

Apropos Arganbäume und deren Stachel: dass diese wirklich enorm stabil sind und ganz schön wehtun können, sehen wir an einem Reifen unseres Sternwanderers – in dem dicken Gummi steckt doch wirklich ein Stachel. Nicht zu fassen.

Steckt!

 

Der Blick aus unserem „Küchenfenster“

So lässt es sich aushalten

 

Ein Nomadenzelt des Camps von innen. Hier träumt man sicher besonders schön

 

 

Blütenpracht an der Camp-Mauer

Eigentlich wollten wir ja nur für eine Nacht bleiben aber es gefällt uns so gut im Camp und in der Gegend, dass wir doch immerhin vier Tage hier bleiben.

So bleibt auch Zeit für einen Fahrrad-Ausflug ans Ende des Tales immer am üppig grünen Flußbett entlang

Steile Durchfahrten inklusive

 

 

Es muss hier doch wohl mal kräftig geregnet haben

 

Knorriger Arganbaum…

 

…mit Reptilhaut-Rinde

Tolle Gegend und ein wirklich schönes Camp. Wer in der Nähe vorbeikommt, sollte hier wirklich einmal Station machen. Der Platz ist mit 100 Dirham (= ca. 10 €) zwar für hiesige Verhältnisse nicht günstig aber, bei dem, was hier geboten wird, ist der Preis mehr als gerechtfertigt.
Uns hat es jedenfalls sehr gut gefallen aber nun wird es Zeit, weiterzureisen.

FORTSETZUNG FOLGT

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0 Comments

  1. hallo ihr drei, ich bin auch wieder da und bestaune euren schönen aufnahmen. tolle dinge die ihr erleben dürft. hab heutw wieder ganz viel versucht euch tel zu erreichen, aber kein glück. bis bald. lg

  2. Man kommt ja aus dem Staunen gar nicht mehr raus! Die Welt ist doch schön. Hier ist nun doch noch einmal der Winter zurückgekehrt 🙁 Nichts mit Frühling. Lasst es Euch gut gehen und weiterhin viele schöne Erlebnisse. LG Birgit

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