Marokko 2016

Wüstenpisten

Die Sterne über uns am Wüstenhimmel sind der Sonne und dem tiefen Blau des Tages gewichen. Heute geht es weiter über Pisten tiefer in die Wüste: insgesamt über 200 Kilometer Sandstrecke liegen vor uns bis zum Ziel Erg Chegaga – der Sandwüste an der Grenze zu Algerien und dann noch weiter bis M´hamid, der südöstlichsten Stadt Marokkos.

So verlassen wir unseren einsamenWüstenschlafplatz in Richtung Osten. Noch ein kurzes Stück auf der N12 bringt uns auf die Piste, die in rund 20 Kilometer Entfernung paralell zur algerischen Grenze verläuft.

 

 

 

 

 

Ab hier sagt uns nur noch unsere digitale Karte, welche der im Sand sichtbaren Fahrspuren die richtige ist.

„Touristen – nehmt die Hauptstraße! Es gibt viele neue Armeekontrollposten. Verschwendet nicht Eure Zeit.
Januar 2016“

Der auf dem Schild eingeritzte Hinweis könnte von einem durch lange Wartezeiten genervten Touristen stammen oder von der Armee selbst, um sich Leute wie uns vom Hals zu halten…
Wir werden sehen.

Ab jetzt gibt es für die nächsten Tage nur noch die leere Weite der Wüste und uns – spannend und schön!!

 

 

Der Sand ist hier oft schon sehr fein – unsere Staubwolke entsprechend groß

 

Ein dünner Staubteufel direkt vor uns

Ach ja – falls wir es vergessen haben sollten, zu erwähnen: es ist NATÜRLICH wieder reichlich windig geworden! Der Wind treibt den Sand  vor sich her und ab und zu bilden sich rotierende Säulen aus feinem Sand -schön
anzusehen!

Die drei wilden Kamele in einiger Entfernung sind die einzigen, für uns sichtbaren Lebewesen hier

Weiter geht es die sandig-staubige Ebene entlang. Rechts von uns begleiten uns die Berge, hinter denen bereits Algerien liegt

 

 

 

 

Der sandgelbe Steppenwolf ist hinter uns kaum noch von der Wüste zu unterscheiden

 

Nach ungefähr einer halben Stunde Fahrt nähern wir uns dem ersten Armee-Kontrollposten. Mal sehen, ob der Hinweis auf dem Schild am Beginn unserer Pistefahrt Recht behält

 

 

Ein flacher Fluß trennt uns noch von dem Posten – danach verzichten wir besser erst mal auf Fotos…

Die Kontrolle hat zwar etwas länger als sonst gedauert aber war sonst nicht weiter ungewöhnlich, Wenn das nicht anders wird, können wir gut damit leben.

Ab hier folgt die Piste der alten Streckenführung der Rallye Paris-Dakar (als diese noch durch diese Region führte). Die Piste ist in einigermaßen regelmäßigen Abständen mit zusammengeschobenen Sandhaufen markiert.

Dieser hier ist sogar noch zusätzlich mit einem liebevoll aufgebauten Steinmännchen garniert

Weiter geht es über die unendlich scheinende Sandfläche

 

Unsere Sandfahnen sind mal länger und mal kürzer – je nachdem wie fein gerade der Sand ist

Irgendwann haben wir dann doch unmerklich – trotz digitaler Karte und Wegmarkierungen – die richtige Piste aus den Augen verloren und befinden uns auf dem Kurs zur algerischen Grenze….

Das bemerkte auch ein Militärposten auf irgendeinem der kargen Hügel. Einer der Männer kam auf uns zu und machte uns auf unseren falschen Kurs aufmerksam. Auch dieser Posten war sehr freundlich und nett zu uns. Kein Grund, dem Hinweis auf dem ersten Schild Glauben zu schenken…
Wir machen also kehrt und suchen uns wieder unsere Paris-Dakar-Markierungen

Wir finden die „Hauptstraße“ wieder. Ab hier wird die Strecke sandiger und die Umgebung etwas grüner.

 

Schöne afrikanische Savannenlandschaft begleitet uns ein gutes Stück der Fahrt

Die Savanne verschwindet wieder, dafür werden die Farben der Erde vielfältiger: weiß, grau, braun, grün – durchsetzt mit gelbem Gras

 

 

 

 

 

Etwas schmal und etwas sehr abwärts in der sonst ziemlich flachen Gegend – mal was anderes…

 

 

Sicht: Null

Ab und zu hüllt uns unsere eigene Staubwolke eein, weil der Wind, schneller ist, als wir und uns den mehlig-feinen Sand in alle Fahrzeugritzen drückt. Naja – wir haben es uns ja ausgesucht

 

 

 

 

Der dunkle diagonale Steigen im Bild ist kein Fehler, sondern der Schatten einer Wolke, der gegen den Blauen Himmel sichtbar wird. Merkwürdiges Phänomen. Gibt´s sicher einen Namen für. Wer ihn kennt, bitte bei uns melden!

 

 

 

Die Erdhügel-Markierungen sind noch da – puh!

 

 

 

So langsam sammelt sich der Sand immer öfter zu Dünen an

 

 

Bilder der Wüste begleiten unsere Fahrt, die wir so gar nicht als langweilig oder eintönig empfinden, sondern einfach nur als schön und beeindruckend

 

 

 

 

Nach stundenlanger Fahrt durch eine tolle Gegend werden die Schatten langsam länger. Der Schatten des Sternwanderers ist schon vor uns zu sehen. Also müssen wir so langsaam nach einem Stellplatz für die Nacht Ausschau halten.
Egal, welcher Platz uns gut und richtig vorkommen wird – er wird auf jeden Fall ruhig sein: bis auf die beiden Militärposten ist und nämlich während unserer gesamten Fahrt niemand begegnet…

 

 

 

In direkter Nähe zu dieser Schirmakazie werden wir fündig – Lotta findet es jedenfalls wohl auch ganz schön hier

 

Hier ist´s nett – hier bleibe ich!

 

Sternwanderers Blick nach Norden

Na super: was soll uns dieses sand-Experiment sagen? Dass es mal wieder windig ist?! Hätte ich euch auch so sagen können – wuff!!

 

Während im Westen sich die Sonne gerade anschickt, die Wüste bunt zu malen…

…machen wir es uns schon einmal für einen Sun-Dawner gemütlich

…und Lotta freut sich über Platz zum Rennen und Toben

Es folgen die obligatorischen Sonnenuntergangs- und Wolkenbilder… Fall das wem zu langweilig ist, bitte ab hier aus dem Post aussteigen  😉

 

 

Ich kann mich einfach nicht sattsehen an den Farben der untergehenden Sonne und den Formen der Wolken. Jeden Tag auf´s Neue!!

 

 

 

Wüstenszenerie impressiv verfremdet

 

Guck mal, da oben (oder was meint Maik?)

Impressionistische Kameraeinstellung – schön, wenn man was zum Spielen hat, gell?

Eine Staubwolke in der Ferne zeugt von dem einzigen Fahrzeug, das heute unseren Weg kreuzt

 

Sieht aus, als wenn der Sternwanderer wohl wirklich eine Grundreinigung nötig hätte.

 

Grundreinigung hin oder her – heute nicht mehr!!

 

 

 

 

 

 

Wir genießen den schönen Sonnenuntergang trotz des wieder mal kräftigen Windes und später glitzern eine unfassbare Anzahl blankgeputzter Sterne über uns.Wir alle schauen lange in den unglaublichen Himmel und sicher hat jeder dabei so seine besonderen Gedanken.
Es stimmt – die Wüste nimmt einen gefangen und lässt den, der sich fangen lässt so schnell nicht wieder los…

 

* * *

FORTSETZUNG FOLGT

0 Comments

  1. Hallo Ihr Abenteurer!
    Die Strecken durch die unendliche Wueste scheinen mir micht ganz ungefaehrlich zu sein – gut dass Ihr immer den richtigen Weg gefunden habt und gut gesinnte Menschen!
    Ich wuenschte, ich koennte etwas von diesem Himmel und dem Sand in mein Bild bringen das ich hoffentlich bald zu Ende bringe.
    Alles Liebe, Tina

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